27.01.2017 Mitgliederversammlung
Karl Schmidbauer nun Ehrenmitglied
Vor 25 Jahren tatkräftig für die Gründung der Jugendfeuerwehr eingesetzt

Herrngiersdorf. (hm) Für seinen tatkräftigen Einsatz bei der Gründung Ausbildung der Jugendfeuerwehr in Herrngiersdorf wurde Karl Schmidbauer vor kurzem zum Ehrenmitglied ernannt.
Seit 25 Jahren werden in der Feuerwehr Herrngiersdorf intensiv die Jugendlichen an den aktiven Dienst in der Feuerwehr herangeführt. Karl Schmidbauer hatte zu Beginn der 90er Jahre die Idee für den Aufbau einer Jugendgruppe und sorgte zusammen mit Kommandant Andreas Weiß senior für die Umsetzung.
Vorstand Anton Mayer würdigte das Engagement von Karl Schmidbauer. Er habe erkannt, wo sein Engagement gefragt war. Mit viel Herzblut, Zeit, Verstand und persönlichem Einsatz habe er die Ideale des Feuerwehrwesens unterstützt und als Jugendwart zehn Jahre lang die Jugendlichen ausgebildet, aber ihnen auch den Spaß an gemeinsamen Unternehmungen vermittelt. Viele Ehemalige haben jetzt eine Funktion bei der Feuerwehr. „Du hast die Mannschaft geprägt“, so Anton Mayer. Unter dem Motto „Nur gemeinsam sind wir stark“ erlebten die Jugendlichen die Kameradschaft als hohes Gut. Für zwei Jahre hatte Karl Schmidbauer sogar gleichzeitig die Herrngiersdorfer und Eggmühler Jugend in der Feuerwehr betreut. Die vielen Aktivitäten in den zehn Jahren als Jugendwart wurden anhand von Urkunden und Bildern dokumentiert. Viele der anwesenden Aktiven fanden sich, wenn auch etwas verändert, auf den Bildern von Karl Schmidbauer wieder.
Sichtlich gerührt nahm Karl Schmidbauer die Ernennung zum Ehrenmitglied entgegen. In seinem Rückblick auf die Gründerzeit der Jugendgruppe erläuterte Schmidbauer, dass die Anforderungen immer mehr gestiegen waren, so dass eine gute Ausbildung immer wichtiger wurde. 14 Jugendlichen nahmen 1991 erstmals an der Jugendleistungsspange teil. Auch die folgenden Jahre beteiligten sie sich regelmäßig auch auf Kreisebene an verschiedenen Wettbewerben. Für den Zusammenhalt sorgten Zeltlager und Fahrradrallye. Er betonte, wie wichtig es sei, den Jugendlichen Freude zu vermitteln. Derzeit werden die elf Jugendlichen von Kommandant Josef Ottl und zweiten Kommandant Daniel Scherbel betreut.
Außerdem wurde Georg Etzelsberger für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Auf Kreisebene erhielt Vorstand Anton Mayer für 25 Jahre Dienst eine Ehrung.
Quelle: Allgemeine Laber-Zeitung Seite 27 vom 06.02.2017 / Link zum Original Zeitungsbericht ...
Als die Bürger zusammenhielten
Feuerwehrvorsitzender Anton Mayer lobt Hochwassereinsatz
Über Aktivitäten berichtet

Herrngiersdorf. (hm) Berichte über gesellschaftliche Aktivitäten und die Erinnerung an die Hochwasserkatastrophe in der Gemeinde prägten die Jahresversammlung des Feuerwehrvereins im Gasthaus Haslbeck in Semerskirchen. Als FFW-Vorsitzender Anton Mayer an das Hochwasser Ende Mai erinnerte, hob er besonders den Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft hervor.
Der zweite Vorsitzende Alois Schmid zeigte zunächst Bilder aus der Historie der Feuerwehr Herrngiersdorf. Anschließend berichteten Vorsitzender Anton Mayer, Schriftführerin Verena Ottl und Kassier Peter Fischer ebenfalls anhand von Bildern von den umfangreichen Aktivitäten im vergangenen Jahr. An „ein einschneidendes Erlebnis, auf das wir gerne verzichten hätten können“, nämlich die Hochwasserkatastrophe am 29. Mai, erinnerte Vorsitzender Mayer und hob dabei den bewundernswerten Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft hervor. Als eine der Konsequenzen organisierten die Feuerwehren der Gemeinde Herrngiersdorf eine Aktion, bei der 5 500 Sandsäcke ausgeteilt wurden. Die in den vergangenen Jahren gebauten Gerätschaften für Veranstaltungen funktionierten und werden auch ausgeliehen.
Bürgermeister Josef Barth betonte, wie wichtig die Institution Feuerwehr sei und bedankte sich besonders für den tatkräftigen Einsatz beim Hochwasser. Die Gemeinde tue alles, was nötig ist, um die Feuerwehr gut auszustatten und werde auch die interkommunale Zusammenarbeit nutzen, so der Bürgermeister. Gemeinsam mit Kommandant Josef Ottl übereichte er an die vielen Aktiven beim Hochwassereinsatz die Ehrennadel für Fluthelfer.
Die Vorstandschaft traf sich zu drei Ausschusssitzungen und der Arbeitskreis „Homepage“ sei regelmäßig tätig. Der Verein organisierte zudem einen Informationsabend über Rauchmelder sowie eine anschließende Sammelbestellung. Außerdem beteiligte sich die Feuerwehr an der Aktion „Rama dama.“
Auch im geselligen Bereich war viel geboten. Das Starkbierfest fand wieder großen Anklang bei der Bevölkerung. Beim Grillfest war mit den Spielstationen, vorbereitet von der Jugendgruppe, für alle Altersgruppen gute Unterhaltung geboten. Ebenfalls wurden die Sonnwendfeier in Sittelsdorf, die Dorffeste in Birnbach, Sandsbach, Laaberberg und Oberroning besucht. Der traditionelle Vereinsausflug führte zum Chiemsee. Mit einer großen Abordnung nahm der Verein am Jubiläum des Gartenbauvereins Herrngiersdorf teil. Feste Programmpunkte sind auch die Teilnahme an der Fronleichnamsprozession, das Totengedenken und die gemeinsame Christbaumversteigerung der drei Feuerwehrvereine Herrngiersdorf, Semerskirchen und Sittelsdorf. Auf Kreisebene nahmen Führungsmitglieder an der Verbandsversammlung in Bad Gögging und am Schulungsabend zum Vereinsrecht teil. Für heuer ist erstmals eine Florianifeier geplant.
Kassier Peter Fischer berichtete detailliert über Einnahmen und Ausgaben. Die Kassenprüfer Robert Hierhammer und Karl bescheinigten eine korrekte Kassenführung. Kommandant Josef Ottl junior berichtete ausführlich über die Arbeit der aktiven Wehr. Derzeit sind 48 Aktive im Einsatz, davon 14 Personen in der Atemschutzgruppe und zusätzlich elf Jugendliche in der Jugendgruppe. Im vergangenen Jahr wurde die Wehr zu neun Einsätzen gerufen. Diese waren sechs Brandeinsätze, vier Verkehrsabsicherungen und 73 technische Hilfeleistungen vor allem im Rahmen des Hochwassers Ende Mai. Dabei zeigte sich, dass die Ausrüstung noch verbessert werden muss. Für die Großübung mit den Feuerwehren Sandsbach, Langquaid und Birnbach-Wahlsdorf wurde ein Brand in einer Werkstatt in Herrngiersdorf simuliert.
Auch die Weiterbildung nahm einen großen Stellenwert ein. Kommandant Josef Ottl und sein Stellvertreter Scherbel nahmen am Kommandantenseminar teil und Ferdinand Heffler ist nun auch als Rettungssanitäter ausgebildet, ebenso fungiert er als Multiplikator in Sachen Digitalfunk für die Feuerwehren in der Gemeinde; vier Personen übten im Atemschutzcontainer in Osterhofen. Das Aktivenalter wurde auf 65 Jahre angehoben. Durch die Eigenleistung von Feuerwehrleuten beim Einbau des Digitalfunks und bei der Konturenbeklebung am Fahrzeug konnten erhebliche Kosten eingespart werden.
Gerätewart Thomas Kellner gab einen Überblick über die Einsatzzeiten und berichtete, dass die vorhandenen Fahrzeuge und Geräte durch die Hochwassereinsätze stark beansprucht wurden, so dass auch Ersatzbeschaffungen nötig seien.
Herbert Fischl und Daniel Scherbel sprachen die teilweise „zurückhaltende“ Heizung im Feuerwehrhaus an, was zu einer längeren Diskussion mit dem Bürgermeister führte.
Quelle: Allgemeine Laber-Zeitung Seite 25 vom 07.02.2017 / Link zum Original Zeitungsbericht ...